Gerade hatte ich eine interessante Diskussion mit einer meiner Teilnehmerinnen, mit denen ich derzeit eine Sichtbarkeits-Challenge veranstalte. Es geht dabei darum, Müttern zu ermöglichen, im Internet mit einer eigenen Website sichtbar zu werden. Eine der ersten Aufgaben dieser Challenge ist es, einen Namen für das Projekt/Unternehmen zu finden und eine passende Domain zu registrieren.

Eine der Teilnehmerinnen fragte mich dann, ob man etwas gegen die Werbemails tun könne, die sie nach der Anmeldung ihrer Domain täglich im Postfach findet. Ich selbst hatte dieses Problem irgendwie erfolgreich verdrängt, denn meine letzte Domain-Anmeldung liegt nun schon viele Jahre zurück. Ich erinnere mich aber dunkel, dass ich damals ein ähnliches Problem hatte.

Einen entscheidenden Hinweis habe ich in einem Blogartikel auf dieser Seite gefunden: Spam nach Domain-Registrierung – Was tun?

Der Grund ist recht einfach: Wenn du eine Domain offiziell anmeldest, musst du deine persönlichen Daten angeben. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben und die Verwalter der Domain müssen die Daten auch öffentlich herausgeben, wenn jemand danach fragt. Zwar ist es strengstens verboten, diese Daten (z.B. die E-Mail) für Werbezwecke zu benutzen, aber gerade ausländische Versender von Spam-Mails halten sich nicht daran und können meist auch nicht wirkungsvoll belangt werden.

Die einzige Möglichkeit, sich darauf einzustellen, ist hartnäckiges Ignorieren. Auf keinen Fall darf man auf solche E-Mail reagieren, insbesondere niemals versuchen, sich beim Verteiler abzumelden. Damit bestätigt man dem Versender nur, dass die E-Mail bei dir angekommen ist, und die Adresse wird sofort an weitere Werbeversender verkauft, die dir dann noch mehr Spam-Mails schicken.

Falls dein E-Mail Programm (oder der E-Mail Anbieter) es erlauben, solche Mails als Spam zu markieren, solltest du das tun. Ich nutze beispielsweise Google-Mail und dort habe ich fast nie Probleme mit unerwünschter Werbemail. Ich klicke einfach auf den Button »Spam« und Google kümmert sich dann zukünftig um diese E-Mails, wenn sie erneut hereinkommen. Viele Hosting-Anbieter bieten auch einen Spamfilter für die eigenen Mail-Accounts an.

Bei meinem Anbieter All-inkl.com wird das beispielsweise über die Webmail-Verwaltung eingestellt. Hier habe ich nur einige der möglichen Spamfilter aktiviert, weil ich festgestellt habe, dass ich sonst auch erwünschte E-Mail nicht mehr erhalte. Wenn du also ein Business betreibst, ergibt es wenig Sinn, wenn du generell E-Mails von unbekannten Versendern als Spam behandelst, weil dich dann keine neuen Kunden mehr kontaktieren können. Falls du jedoch sowieso nur Anfragen über ein Kontaktformular auf deiner Website akzeptieren willst, kannst du das natürlich so einstellen. Für mich persönlich war das Risiko zu groß, dass ich einen neuen E-Mail Kontakt verpassen könnte, daher nutze ich diese Option nicht.

Spamfilter Einstellungen
Einstellung der E-Mail Filter bei All-Inkl.

Erfahrungsgemäß verschwinden diese lästigen Werbemails irgendwann von selbst. Ich habe mir angewöhnt, jeden Tag mein Postfach durchzusehen und alles zu löschen, dass irgendwie nach Werbung ausschaut. Mein E-Mail Programm erlaubt mir, erst einmal nur die Betreffzeilen anzuzeigen, das vermindert noch einmal die Gefahr, dass sich in der E-Mail ein Virus versteckt, der schon durch die Vorschau des E-Mail-Textes aktiviert wird. So hatte ich schon Tage, an denen ich mal 30-50 Werbemails am Stück gelöscht habe. Irgendwann erkennt man an der Betreffzeile oder an der Absenderadresse, ob es ich um unerwünschte Werbung handelt, oder um eine ernst gemeinte Anfrage.

Unerwünschte Werbemails nach Domain-Registrierung