Was kann ich eigentlich gut?

Thema Positionierung! Heute mal ein Blogartikel in eigener Sache, denn ich würde gern wissen, was eigentlich mein »Herzensprojekt« ist.

Nachdem ich fast das gesamte letzte Jahr damit verbracht habe, die Feinheiten von Online-Marketing und »Geld verdienen im Internet« zu lernen, stelle ich nun fest, dass ich fast alles weiß, aber nichts kann. Mein Versuch, ein finanzielles Standbein durch das Anbieten von Coaching aufzubauen war kein großer Erfolg. Aus diesem Grund fokussiere ich mich jetzt wieder auf das, was ich gut kann: Software programmieren.

Trotzdem wäre es für mich wichtig, meine Stärken zu kennen und weiter auszubauen. Im Rahmen meiner Weiterbildung im Marketing habe ich gelernt, dass man da häufig einen blinden Fleck hat. Niemand kann wirklich objektiv seine eigenen Stärken beurteilen. Das liegt, wenn man den Spezialisten glauben darf, wohl daran, dass einem diese Fähigkeiten so leicht von der Hand gehen, dass man sie selbst als zu trivial abtut, um sie als eigene Stärken zu erkennen.

Ein Tipp aus den zahlreichen Quellen: »Frage fünf gute Freunde was du gut kannst und wo deine Stärken liegen!«

Leider habe ich in der realen Welt keine guten Freunde (ist traurig, ich weiß, ist aber so), daher frage ich die virtuellen Freunde aus dem Internet: »Was sind meine Stärken?«

Wer mich also über meinen Blog, Facebook, Twitter oder YouTube kennt, ist eingeladen, mich gern zu kontaktieren und mir diese Frage zu beantworten.

Ich selbst werde in den nächsten Monaten entscheiden, in welche Richtung sich mein berufliches Leben entwickeln soll. Will ich weiterhin individuelle Software für einzelne Kunden erstellen? Soll ich ein Produkt entwickeln, dass den Käufern hilft, ihren eigenen Weblog aufzubauen? Oder soll ich mich ganz auf das Schreiben von Science-Fiction Romanen konzentrieren (mein erster Roman ist unter dem Pseudonym »Kurt Beinwell« erschienen und hat schon über tausend Leser)?

Da ich gerade 58 Jahre alt geworden bin, wird es langsam Zeit, sich über einen möglichen Ruhestand Gedanken zu machen. Die kommenden Aufgaben werden ja leider nicht einfacher (Stichwort: Datenschutzgrundverordnung) daher ist es wohl sinnvoll, dass ich mich künftig auf eine Tätigkeit konzentriere, von der ich auch im Rentenalter gut leben kann.

12 Kommentare zu „Was kann ich eigentlich gut?“

  1. Lieber Marian,
    die Frage sollte doch aber vor allem auch heißen – „was mach ich wirklich gerne“… und Du stehst damit zur Zeit wirklich nicht alleine da.

    Ich arbeite für mich gerade an dem Entschluß, nicht mehr weiter an meinen Stärken zu arbeiten, die ich persönlich vielleicht gar nicht sooooo erstrebenswert halte. Viel lieber würde ich eigentlich noch ein paar neue Stärken ausprobieren und entwickeln… Ich finde es ganz schrecklich, dass man in fortgeschrittenem Alter immer so auf die erlernten Fähigkeiten der Vergangenheit eingeschränkt wird.

    Und ja klar – gerade im fortgeschrittenen Alter rutscht man dann ganz schnell in die Sorge, wie diese neuen Lehrfelder (und das Leben überhaupt) finanzierbar sein könnte. Studenten in jungen Jahren haben schließlich meistens die Eltern im Rücken… unsere Eltern hingegen sind entweder schon gestorben oder brauchen eher Unterstützung als dass sie uns unterstützen können.

    Hierfür Lösungen zu suchen und hoffentlich auch zu finden ist vielleicht unsere Aufgabe für 2018?
    Ich drücke Dir dafür ganz fest die Daumen und………. ich lese Deine Beiträge übrigens sehr gerne 😉
    Herzliche Grüße aus dem maison malou
    Biggi

    1. Marian Heddesheimer

      Hallo Biggi,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Stimmt natürlich! Das was ich gern mache wäre natürlich die ideale Betätigung. Bei mir ist es so vieles und der Fokus wechselt halt immer wieder.

      1. na jetzt bin ich aber neugierig lieber Marian 😉
        …. wenn Du ganz frei entscheiden könntest und weder wirtschaftliche Belange noch bisherige Talente berücksichtigen müsstest……. mit was würdest Du dann gerne am allerallerliebsten Deine Zeit verbringen????

        Ich für mich stelle zum Beispiel immer wieder fest, dass ich EIGENTLICH am allerglücklichsten bin, wenn ich was mache, was quasi direkt eine Auswirkung auf meine Grund-Bedürfnisse hat…. kochen zum Beispiel. Oder aber auch Holz machen um damit meinen Specksteinofen einzubollern… allerdings ist mir noch nichts eingefallen, wie ich davon MEHR in mein Leben ziehen könnte und von diesen Tätigkeiten auch mein Leben finanzieren könnte…

  2. Marian Heddesheimer

    Derzeit verbringe ich viel Zeit in diversen Facebook-Gruppen und suche dort nach WordPress-Problemen die mir interessant erscheinen. Wenn ich welche finde, versuche ich sie zu lösen (meistens gelingt mir das) und der Fragensteller ist dann immer ganz dankbar, besonders wenn es ihn oder sie nichts kostet.

    Der Vorteil für mich ist dann, dass ich mich mit neuen Herausforderungen befassen kann und ich damit noch vielen helfe die mitlesen. Das zieht natürlich auch hin und wieder bezahlte Aufträge nach, aber ich weiß halt nicht, ob mir das in 6 Monaten auch noch so einen Spaß machen wird 🙂

    1. dann nimm es einfach mit SOLANGE es Spaß macht… und laß es los, wenn es anfängt zu nerven.
      Hört sich allerdings immer leichter an als es in der Umsetzung klappt… Ich wünsche Dir viel Glück & Erfolg und vor allem ganz viel Freude mit Deinem Tun!!!

  3. Lieber Marian,
    vielen Dank für diesen in vielerlei Hinsicht richtig tollen Artikel! Zum einen find ich ihn super geschrieben – ja, das kannst du! 🙂 Es macht Spaß, ihn zu lesen, geht locker flockig von der Hand. Zum anderen aber auch danke für diesen offenen und ehrlichen Einblick. Es tut einfach gut zu sehen, dass man mit seinen Fragen und Gedanken nicht alleine ist. Ich steh nämlich grade an einem ähnlichen Punkt wie du und stelle mir ähnliche Fragen. Du hast mir dazu nochmal einen Gedankenanstoß gegeben und mir vor Augen geführt, dass ich eben nicht allein dastehe mit derlei Gedanken.
    Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du deinen Weg findest, mit dem du zufrieden bist. Und ich bin schon gespannt, wohin die Reise bei dir geht. (Übrigens: Tausend Leser für deinen Roman – das ist echt ne Hausnummer!)

    Liebe Grüße
    Elke

    1. Marian Heddesheimer

      Hallo Elke,
      danke für das offene Feedback. Ist gut zu hören, dass es auch andere gibt, die sich ähnliche Gedanken machen.

      Liebe Grüße
      Marian

  4. Ich denke, dass du dir da überhaupt keinen Stress machen solltest. Du sprichst davon, dass du mit 58 bald in Rente gehen solltest. Umso mehr ein Grund, das zu tun was dir Spaß macht und an deinen Stärken zu arbeiten oder neues dazulernen. Einfach mal außer Acht lassen, ob das Ergebnis dann Geld herein bringt oder von Erfolg gekrönt ist… Wenn es dir Spaß macht, dann tu es einfach, und wenn dir etwas keine Freude mehr bringt oder dich frustriert, dann lass es bleiben und verschwenden nicht deine Zeit damit. Denn man lernt aus jeder Erfahrung etwas 🙂
    Bloß nicht aufgeben und stehen bleiben im Leben, das wäre die schlechteste Option, denn dann existiert man nur noch und „lebt“ nicht mehr 🙂

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

  5. Hallo Marian,
    Du schreibst Science Fiction? Wie cool ist das denn! Ich bin ein großer Science Fiction Fan.
    Gibt es irgendwo einen Schnupperlink zu Deinem Buch?

  6. Ich empfehle das Buch: Sally Hogshead: „Wie die Welt dich sieht“. Über dieses Buch findet man sehr gut heraus, was das Besondere an einem ist, das andere an einem schätzen und mit welcher Beschreibung über sich man sein Branding aufbauen kann.
    Ich hab mir gerade dein Video angeschaut – bin allerdings keine WordPress-Nutzerin. Warum bietet niemand einen Service an mit: „Ich scanne deine Website und sage dir, was zu tun ist (DSGVO) und wenn du es nicht selber kannst, dann mache ich es für dich oder sage dir ganz klar, was du tun muss…. oder so halt ….
    Grüße aus Berlin

    1. Marian Heddesheimer

      Vielen Dank, das Buch kommt auf meine Wunschliste 🙂

      Das mit dem scannen der Website ist leider nicht ganz so einfach. Das was man für die DSGVO tun müsste, ist dann so umfangreich, dass es die meisten Leute gar nicht bezahlen könnten 🙂

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